Jonas Sagroda
Karoline Engellandt

Das städtische Reihenhaus befindet sich im Zentrum von Köln-Deutz in unmittelbarer Nähe zum Rhein und zur neuromanischen Kirche Groß St. Heribert. Der Ort zeichnet sich durch eine kleinteilige, historische Bebauung aus. Das Grundstück schließt auf der einen Seite an einen innerstädtischen Park und auf der anderen Seite an die bestehende Bebauung an. Das Reihenhaus greift die wesentlichen gestalterischen Merkmale der benachbarten, historischen Häuser auf und fügt sich so in den städtischen Kontext ein. Die Fassade wird durch horizontale Gesimse und vertikale Öffnungen gegliedert. Die gründerzeitliche Formensprache wird aufs Wesentliche reduziert und zeitgenössisch interpretiert.

Das Mehrfamilienhaus beinhaltet vier Wohneinheiten mit unterschiedlicher Größe. Der Zugang zu den Wohnungen ist barrierefrei. Das Haus wird über eine Hofdurchfahrt erschlossen, die den Innenhof an den Straßenraum anbindet. Im hinteren Bereich des Grundstücks befindet sich das Haus 13a. Die beiden Häuser und der Innenhof bilden ein städtebauliches Ensemble.

Das Gebäude zeichnet sich durch eine nachhaltige Bauweise aus, die ausschließlich auf mineralischen Materialien basiert. Für die Außen- und Innenwände kommt Kalksandstein zum Einsatz, der eine gute Wärme- und Feuchtespeicherfähigkeit aufweist. Die Wärmedämmung besteht aus einem mineralischen, ökologischen Baustoff. Sowohl Innen als auch Außen wird Kalkputz verwendet. Die natürlichen Materialien erzeugen ein angenehmes Raumklima.

 

Ort: Köln-Deutz
Leistungsphasen: 1–9 nach HOAI
Planungszeit: 2013–2015
Realisierung: 2015–2016

Konzeption, Planung und Bau
eines Mehrfamilienwohnhauses in
der Innenstadt von Köln-Deutz

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2018

Multipor – Objektbericht, Mehrfamilienhaus, Köln-Deutz, Gründerzeit zeitgenössisch interpretiert